Die Türkei ist ein wichtiger Akteur im regionalen und internationalen Umfeld. In vielen Kernbereichen europäischer und deutscher Politik, wie beispielsweise Wirtschafts-, Energie- und Klimapolitik oder in Fragen zu Migration und Sicherheit, bestehen enge Beziehungen.

Heute leben in Deutschland etwa drei Millionen Menschen türkischer Herkunft, die die Verbindung zwischen den beiden Ländern noch intensivieren. Umso wichtiger ist es, gegenseitiges Verständnis aufzubauen, das für das Zusammenleben und auch für die Erarbeitung gemeinsamer Lösungen für aktuelle Fragen nötig ist. Eine wichtige Grundlage hierfür bildet Wissen und damit auch Wissenschaft. Bisher ist das akademische Interesse an der modernen Türkei in der deutschen Forschung und Lehre jedoch vergleichsweise gering.

Die Stiftung Mercator will mit dem Programm „Blickwechsel: Studien zur zeitgenössischen Türkei" die akademische Auseinandersetzung mit dem Schlüsselakteur Türkei fördern. Innerhalb des ortsübergreifenden Programms erforschen WissenschaftlerInnen an verschiedenen deutschen Universitäten gemeinsam mit türkischen KooperationspartnerInnen unterschiedliche Aspekte der gegenwärtigen türkischen Gesellschaft und Politik. Auf diese Weise trägt das Forschungsprogramm einerseits zu einer fundierteren Auseinandersetzung mit der Türkei bei und fördert gleichzeitig den Austausch und die Vernetzung der beteiligten WissenschaftlerInnen und Forschungsgebiete in beiden Ländern.