Die wirtschaftliche und politische Bedeutung der Türkei nimmt weltweit und auch in Deutschland kontinuierlich zu. Heute leben in Deutschland etwa drei Millionen Menschen türkischer Herkunft, die die Verbindung zwischen den beiden Ländern noch intensivieren. Dennoch ist das akademische Interesse an der modernen Türkei in Forschung und Lehre bisher eher gering. Auch in der deutschen Öffentlichkeit herrschen zumeist stereotype Bilder über die Türkei vor.

Die Stiftung Mercator will mit dem dreijährigen Programm „Blickwechsel. Studien zur zeitgenössischen Türkei" die akademische Auseinandersetzung mit der Schlüsselregion Türkei fördern. Innerhalb des ortsübergreifenden Programms erforschen WissenschaftlerInnen an verschiedenen deutschen Universitäten gemeinsam mit türkischen KooperationspartnerInnen unterschiedliche Aspekte der gegenwärtigen türkischen Gesellschaft und Politik. Auf diese Weise trägt das Forschungsprogramm einerseits zu einem zeitgemäßen und differenzierteren Türkeibild bei und fördert gleichzeitig den Austausch und die Vernetzung der beteiligten WissenschaftlerInnen und Forschungsgebiete in beiden Ländern.