Veranstaltungsankündigung

30.10.2018 18:00

Humboldt-Universität zu Berlin, Senatssaal im Hauptgebäude, Unter den Linden 6, 10117 Berlin

Panel-Diskussion mit Erdem Çolak, Sarah H. Awad, Myrto Tsilimpounidi und Elif Çiğdem Artan (Moderation).

Ob im Zuccotti-Park in New York oder auf dem Tahrir-Platz in Kairo, ‚Occupy' und andere urbane Protestbewegungen spielen eine immer zentralere Rolle im Widerstand gegen neoliberale Entwicklungen und ihre Symptome wie zunehmende Ungleichheit und Marginalisierung. Protestbewegungen stellen jene Institutionen der repräsentativen Demokratie, die auf die Bedürfnisse der Menschen nicht reagieren, vor besondere Herausforderungen. Neben anderen typischen Merkmalen gegenwärtiger urbaner Protestbewegungen – wie der intensiven Nutzung sozialer Medien – hat auch Street Art entscheidend an Bedeutung gewonnen und sich zu einer wichtigen Form der politischen Teilhabe und des Widerstands entwickelt.

Was ist die Rolle visueller und performativer Kunst im politischen Kontext? Wie funktioniert das Zusammenspiel von Protest und Street Art? Inwiefern ist Street Art überhaupt eine Form von politischer Teilhabe? Und kann sie durch die Nutzung öffentlicher urbaner Räume einen transformativen Charakter haben?
Diese und weitere Fragen versucht das Podium zu beantworten, wobei sich die Panelist*innen speziell auf Fälle in Istanbul, Kairo und Athen beziehen werden.

Die Podiumsdiskussion findet auf Englisch statt. Im Anschluss laden wir zu einem kleinen Empfang ein.
Um Anmeldung per Email wird gebeten: blickwechsel.tuerkei@gmail.com

Die Veranstaltungsreihe "Jour Fixe - Die Türkei im 21. Jahrhundert" wird gemeinsam von dem Programm „Blickwechsel: Studien zur zeitgenössischen Türkei", Network Turkey und GeT MA, dem German Turkish Masters Program in Social Sciences, organisiert und von der Stiftung Mercator gefördert.

*Bitte beachten Sie, dass während der Veranstaltung Fotos zur Verwendung in der Öffentlichkeitsarbeit des Blickwechsel-Programms gemacht werden. Mit der Teilnahme an diesem Event stimmen Sie der Aufnahme von Fotos und deren Verwendung für den beschriebenen Zweck zu.

Sprecher*innen

Erdem Çolak ist Doktorand an der Amsterdam School for Cultural Analysis (ASCA) der Universität Amsterdam. Er interessiert sich vor allem für die sich verändernde Beziehung zwischen Politik und Kunst seit 1960.

Sarah H. Awad ist Dozentin für Allgemeine Psychologie an der Universität Aalborg in Dänemark. Ihr Forschungsinteresse liegt in der Schnittstelle zwischen Kulturpsychologie, Kommunikation und sozialer Entwicklung.

Myrto Tsilimpounidi ist Sozialforscherin und Fotografin. Sie ist Postdoktorandin am Geographischen Institut der University of the Aegean in Lesbos, Griechenland und Co-Direktorin des Feminist Autonomous Centre for Research (FAC.Research) in Athen.

MODERATION
Elif Çiğdem Artan
ist Mitgründerin der Museum Professionals Association in der Türkei und forscht derzeit für ihre Doktorarbeit an der TU Berlin am IGK – Center for Metropolitan Studies Berlin-New York-Toronto. Ihr Forschungsinteresse gilt den Bereichen Museologie sowie urbane und digitale Kultur.

Thema der Präsentationen

Erdem Çolak: Wohin sind all die Kreativen verschwunden? Rückblick auf die Street Art der Gezi Park-Proteste

Sarah H. Awad: Das soziale Leben urbaner Bilder: Politische Street Art in Ägypten

Myrto Tsilimpounidi: 'Könnten diese Wände sprechen': Politische Street Art in Athen zur Zeit der Krise

Eindrücke vom Event