19.03.2018

Jakob-und-Wilhelm- Grimm-Zentrum, Auditorium, Geschwister-Scholl-Straße 1-3, 10117 Berlin

In diesem Workshop werden wir uns mit verschiedenen quantitativen und qualitativen Methoden zur Analyse von juristischen Texten, Rechtspraktiken und parlamentarischer Arbeit auseinandersetzen.

Wir freuen uns sehr, dass Dr. Michael Koß (Ludwig-Maximilians-Universität München), Svenja Krauss (Humboldt-Universität zu Berlin) und PD Dr. Matthias Lemke (Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung) ihre methodischen Zugänge auf Grundlage von unterschiedlichem empirischem Material mit uns diskutieren werden.

Matthias Lemke wird die Methode des Text Mining (TM) vorstellen. Text Mining ist eine Methode, die die Dichotomie zwischen qualitativer und quantitativer sozialwissenschaftlicher Forschung überwindet. Durch verschiedene verfügbare Werkzeuge ist es ForscherInnen möglich, umfangreiche Datensätze zu untersuchen und einen hohen Grad an Effizienz und Zuverlässigkeit sicherzustellen.

Michael Koß wird seine Analyse der Verfahrensreformen in Parlamenten vorstellen, bei der er parlamentarische Dokumente wie Ausschussberichte und Plenarsitzungsprotokolle analysiert. Das Ziel seines qualitativen Ansatzes ist es, einen kausalen Mechanismus zu entdecken, der erklärt, warum Gesetzgeber in einigen Kontexten Mehrheitsentscheidungen privilegieren, während andere (proportionale Zugänge zu) Ausschüsse etablieren.

Svenja Krauss wird die Methodik der quantitativen Textanalyse (QTA) diskutieren. Diese kann verwendet werden, um Informationen systematisch aus politischen Texten zu extrahieren, indem Wörter als Daten behandelt werden. Svenja Krauss wird den Einsatz von QTA am Beispiel von Koalitionsvereinbarungen exemplarisch darstellen.

Das Programm (englischsprachig) ist hier zu finden.

Diese Veranstaltung wird von der Forschungswerkstatt: Verfassungspolitik in der Türkei II der Humboldt-Universität zu Berlin organisiert.