Veranstaltungsankündigung

16.09.2019 04:30

Humboldt-Universität zu Berlin, Senatssaal im Hauptgebäude, Unter den Linden 6, 10117 Berlin

Die Paneldiskussion wurde in Kooperation des Programms Blickwechsel: Studien zur zeitgenössischen Türkei, der Deutsch-Türkischen Jugendbrücke und dem Istanbul Policy Center geplant und durchgeführt.

Anlässlich des fünfjährigen Jubiläums der Deutsch-Türkischen Jugendbrücke, die transnationale Begegnungsräume zwischen Jugendlichen aus der Türkei und Deutschland fördert, wurden im Rahmen der Veranstaltung Lebenswirklichkeiten und Alltagspraktiken von Jugendlichen aus beiden Ländern in den Blick genommen.

Wissenschaftler*innen aus Deutschland und der Türkei haben die Forschung zu Lebenswelten und Raumpraktiken Jugendlicher als Ausgangspunkt genommen, um über folgende Fragen zu diskutieren: Welche Möglichkeiten für Teilhabe bieten urbane Räume in der Türkei und in Deutschland? Mit Hilfe welcher Praktiken und Tools schaffen sich Jugendliche in und zwischen beiden Ländern und eigene Räume für gestalterische Teilhabe an der Gesellschaft? Welche Rollen kommen dabei (Bildungs-)Institutionen, transnationalen Begegnungsräumen, Mobilitäts- und Austauschangeboten zu?

Moderation:

  • Annegret Warth, Mercator-IPC Fellow 2018/19

Sprecher*innen:

  • Dr. Verda Kaya, Kulturprojekte Berlin
  • Prof. Dr. Demet Lüküslü, Yeditepe University, Istanbul
  • Dr. Axel Pohl, Institut IFSAR-FHS, St. Gallen

Sprecher*innen (Kurzbiografien auf Englisch)

Axel Pohl studierte Erziehungswissenschaft, Soziologie und Psychologie in Tübingen und erhielt seinen Doktortitel in Erziehungswissenschaften von der Universität Tübingen verliehen. Seine Arbeit beschäftigte sich mit der Konstruktion von 'Ethnizität' und 'Benachteiligung' während des Übergangs in das Berufsleben in Frankreich und Großbritannien. Seit 2017 ist Pohl als Dozent an der FHS St.Gallen in der Schweiz am Institut für Soziale Arbeit (IFSA-FHS) tätig. In seiner Forschung beschäftigt er sich insbesondere mit den Übergängen in das Erwachsenenalter, Bildungsarbeit in Migrantionsgesellschaften, Jugendpartizipation sowie mit formaler und non-formaler Bildung.

Verda Kaya wurde in der Türkei geboren und ist in Berlin aufgewachsen, wo sie auch Sozialanthropologie, Soziologie sowie Urban and Regional Planning studierte. In den 1990'ern begann Kaya ihre Forschungsarbeit zu Subkulturen, Migration, transnationalen und urbanen Prozessen als auch Musik in Berlin und Istanbul. Ihre Doktorarbeit verfasste sie zu dem Thema HipHop und veröffentlichte später auch ein Buch zum Thema mit dem Titel "HipHop zwischen Istanbul und Berlin – Eine (deutsch-)türkische Jugendkultur im lokalen und transnationalen Beziehungsgeflecht". Momentan ist sie Mitglied im Aufsichtsgremium von "Network Migration in Europe" und wirkt als Partizipations-Koordinatorin und Kuratorin bei der Berlin-Ausstellung im Humboldt Forum mit.

Demet Lüküslü ist Professorin der Soziologie und Inhaberin des Lehrstuhls für Soziologie an der Yeditepe Universität in Istanbul (Türkei). 2005 erhielt sie ihren Doktortitel in Soziologie von der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales (EHESS) in Paris (Frankreich). Darüber hinaus ist Lüküslü Autorin der Bücher "Türkiye'de 'Gençlik Miti': 1980 Sonrası Türkiye Gençliği" (The "Myth of Youth" in Turkey: The Post-1980 Youth in Turkey) und "Türkiye'nin 68'i: Bir Kuşağın Sosyolojik Analizi" (Turkey's 68: Sociological Analysis of a Generation). Ihr Forschungsgebiet umfasst Jugend-, Alltags- und Bildungssoziologie sowie soziale Bewegungen und Kulturwissenschaften.

Annegret Warth arbeitet an der Schnittstelle zwischen Forschung und
Praxis in den Bereichen Internationale Jugendarbeit, Netzwerkarbeit
und Internationalisierung. Seit 10 Jahren ist sie mit Evaluationen,
Konzeptentwicklung und Moderation im Jugendaustausch zwischen
Deutschland und der Türkei aktiv. In Ihrer Dissertation forscht sie zu
Jugend und sozialem Wandel in Istanbul. Derzeit entwickelt sie als
Mercator-IPC Fellow zusammen mit lokalen Akteur*innen Konzepte und
Strategien zur Weiterentwicklung kommunaler Jugendarbeit in der Türkei.

Eindrücke von der Veranstaltung